Motivation in 5 Minuten

Vor ein paar Tagen hatte ich mal wieder so einen richtigen Tiefpunkt. Ich wusste eigentlich genau, was zu tun ist, aber die lustigen Katzenvideos hatten einfach eine stärkere Anziehungskraft. Ich weiß, kennst du alles. Am Abend kam mir dann ein kleiner Einfall, was ich dagegen tun könnte. Und siehe da, inzwischen bin ich wieder höchst motiviert, an meinen Projekten zu arbeiten, mich weiterzubilden und zu einem Genie zu werden. Dabei hat mich das ganze Prozedere nur wenige Minuten gekostet.

Motivation kommt von Motiv

Warum müssen wir eigentlich motiviert werden? Und warum verschwindet die Motivation nach einiger Zeit? Die Antwort lautet: Weil wir unseren Nutzen maximieren wollen. Nun muss unser Gehirn aber erst einmal wissen, welchen Nutzen wir aus der jeweiligen Tätigkeit ziehen können. Und das ist der springende Punkt! Wir brauchen (zumindest am Anfang) ein Motiv, einen Grund, warum wir uns den ganzen Stress auferlegen. Überlege dir also vor jeder Aufgabe, was du dir von dessen Erledigung erhoffst und warum du glaubst, es dort erreichen zu können.
Das Problem an der Sache ist, dass wir unser Ziel regelmäßig aus den Augen verlieren. Wie oft hast du bisher am Sinn deiner Tätigkeit gezweifelt? Wenn du mir keine Zahl nennen kannst, muss das nicht unbedingt daran liegen, dass du schlecht in Mathematik bist. „Zu oft“ reicht mir als Antwort bereits, denn so geht es mir ebenfalls. In unserer Gesellschaft hat man leider den schwarzen Peter gezogen, wenn man große Träume verfolgt, was unter anderem daran liegt, dass viele unserer „guten Freunde“ ständig meinen, sie müssten uns unsere Träume ausschlagen. Sie seien realistisch und auf dem Boden der Tatsache… Zusätzlich scheinen die Medien unter allen Umständen vermeiden zu wollen, dass wir beispielsweise wohlhabend werden. Warum sonst wird ständig so ein Unfug behauptet wie „Mit dem Geld kommt das Unglück“? Natürlich, damit wir weiterhin den eifrigen, kleinen Arbeiter spielen können. Aber ich schweife ab.
Wie können wir also dafür sorgen, unser Ziel ständig im Blick zu behalten?

Wie dich 5 Minuten zurück auf die Spur bringen

Der beste Weg, an seine Ziele zu glauben, ist zu sehen, dass sie funktionieren. Merken wir, dass es sich keineswegs um Hirngespinste handelt, sammelt sich unser Selbstbewusstsein und wir bewegen uns vorwärts. Deshalb lautet meine uneingeschränkte Empfehlung: Erledige deine Aufgaben in kleinen Schritten und erkenne das erfolgreiche Abschließen eines solchen Minischritts auch als solchen Erfolg an. Ja, du kannst ihn zelebrieren, meinetwegen auch mit Weihrauch, Kerzen und einem taoistischen Gebet.
Stehst du vor einem großen Projekt, überlege dir am besten schon am Vortag oder sogar mehrere Tage zuvor, wie du dieses Projekt weiterführen kannst, ohne dabei länger als 5 Minuten zur Beendigung eines Zwischenschritts zu benötigen. Schreibe dir diesen Schritt auf, entweder auf einen separaten Zettel oder als Erweiterung deines Erfolgstagebuchs.
Wichtig ist, dass du diese Minischritte regelmäßig ausführst, egal ob du gerade motiviert bist oder nicht. Denn nach dem Abschließen dieses Schritts wirst du merken, dass es voran geht. Und dieses Erfolgserlebnis motiviert ungemein, sein Ziel weiterzuverfolgen. Also los, komm schon, es sind nur 5 Minuten!
Um den positiven Effekt der Beendigung zu optimieren, solltest du den Schritt, den du dir vorher aufgeschrieben hast, genüsslich durchstreichen. So hast du auch wirklich das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Und wenn du möchtest, kannst du dich am Ende, wenn du alle Aufgaben für diesen Tag erledigt hast, mit etwas Schönem belohnen.

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